BAGEWI005

ETN-Code: BAGEWI005

Titel der Veranstaltung: Ungarische Geschichte unter Berücksichtigung der ungarischen Aussenpolitik

Untertitel:

Art der Lehrveranstaltung: Vorlesung

Kreditpunkte: 3

Semester: WiSe 2026/27

Turnus: gemäß Curricula

Semesterwochenstunden: 2

Kursverantwortliche/r: Varga Bálint [1202200028]

Dozent/in: Kastner Georg [1201200022]

Organisationseinheit: Andrássy Universität Budapest

Ziele und Inhalt des Kurses: Die Vorelsung versucht den Hörerinnen und Hörern einen Überblick über die mehr als tausendjährige Geschichte Ungarns zu geben, wobei besonderes Augenmerk auf die Beziehungen zu anderen Herrschaftsgebieten bzw. Staaten gelegt wird. Im ersten Teil soll der Gründungsmythos und die Staatswerdung des historischen Königreiches, die Zeit der Árpádenkönige und die wietere Entwicklung Ungarns im Spätmittelalter behandelt werden. Mit der Niederlage bei Mohács 1526 und die daran anschließende ca.150-jährige Phase der osmanischen Besetzung des Ungarns, tritt das Land in die schwierige Phase der Teilung, die aber gelichzeitig zu einer Intensivierung außenpolitischer Kontakte wird, da gerade die Untestützung von außen für die unterschiedlichen Gruppen von entscheidender Wichtigkeit werden. Eine besondere Stellung nimmt hier das Fürstentum Siebenbürgen ein, das auch in weiterer Folge zu einer Manifistation der ungarischen Eigenstädnigkeit auf der einen und der relgiösen Toleranz und Vielfältigkeit auf der anderen Seite wird. Mit dem Ende der osmansichen Besatzung tritt das Königreich schließlich in die lange Phase der Habsburgischen Herrschaft ein, wo insbesondere die Leistungen bei der Unterstüzung von Königin Maria Theresia und die bald darauf einsetzende Phase der nationalen Manifestation im Focus stehen sollen. Insbesondere die Leistungen der Familie Széchenyi werden hier beleuchtet. Revolution 1848 und Ausgleich 1867 leiten zum Hauptteil der Vorlesung, dem moderenen Ungarn über, wobei hier insbesondere dem Sonderweg im Verband der Habsbrugermonarchie und den Leistungen insbesondere in der Außenpolitik wie z.B. unter Außenminsiter Gyula Graf Andrássy breiter Raum gewidment wird. Der Vertrag von Trianon und seine Bedeutung für Ungarn in der Zwischnkriegszeit, die schwierige Lage wärhend des zweiten Weltkrieges und schließlich der versuchte Neuanfang schließen daran an. Den Abschluss bilden Ungarn als Teil des Warschauer Pakts, wobei hier insbesondere die Versuche eigenstädnigen Außenbeziehungen beleuchtet werden sollen und schließlich die Entwicklung Ungarns nach der Wende zu Beginn des 2. Jahrtausends.

Thema der einzelnen Lehreinheiten:

08.09.2026    Einführung, Was ist Ungarn? Die Árpáden
15.09.2026    Ungarn im Spätmittelalter
22.09.2026    Die Dreiteilung
29.09.2026    Das Zurückdrängen der Osmanen 
06.10.2026    Die „Neueinrichtung“
13.10.2026    Die Pragmatische Sanktion und Maria Theresia
27.10.2026    Von Joseph II zum Wiener Kongress
03.11.2026    Der ungarische Vormärz
10.11.2026    1848 und die Folgen
17.11.2026    Ungarn in der Doppelmonarchie
24.11.2026    Ungarn unter Horthy
01.12.2026    Vom zweiten Weltkrieg zur Volksrepublik
09.12.2026    1956
16.12.2026    Von Kádár zu Orbán

Empfohlene Literatur (für die Gesamtveranstaltung):

  • István György Tóth, Geschichte Ungarns, Budapest 2005, ISBN: 9631352684
  • Holger Fischer, Eine kleine Geschichte Ungarns, Frankfurt/Main 1999, ISBN: 3518121146
  • Jörg K Hoensch, Geschichte Ungarns, 1867-1983, Stuttgart 1984, ISBN: 3170085786
  • Árpád von Klimó, Nation, Konfession, Geschichte. Zur nationalen Geschichtskultur Ungarns im europäischen Konntext (1860-1948), München 2003

Sprache der Lehrveranstaltung: Deutsch (ger)

Notenskala: Prüfung (fünfstufig)

Form und Umfang der Leistungskontrolle:

schriftliche Abschlussprüfung

Prüfungsanmeldung: über das elektronische Studienverwaltungssystem

Anmerkungen: